Fotobericht: Elztal-Festival 2026

Zum siebten Mal Kunst und Kultur in familiärem Ambiente / Brückenmühle, Roes (Eifel), 12.-14.6.2026

27. Juli 2026

Lesezeit: 5 Minute(n)

Texte und Fotos: Doris Joosten

Lily Beck eröffnet traditionell das Festivalprogramm, da sie auf der Brückenmühle im Elztal quasi ihr zweites Zuhause hat. Diesmal wieder mit ihrer Mutter, Geigerin und Mitorganisatorin des Festivals, Monika Beck.

Der Fingerstylegitarrist bezauberte das Publikum mit eigenen Kompositionen, Traditionals und Coverstücken. Ganz allein auf der Bühne, aber mit einer gewaltigen Intensität in der Darbietung.

Cris Cosmo ist Singer-Songwriter, Livemusiker und Coach aus Bühl (Baden). Mit den Aussagen seiner Songs und einer Mischung aus Pop, Reggae und anderen Musikstilen hielt es die meisten nicht mehr auf ihren Stühlen.

Die Songpoetin eröffnete den Sonntagmorgen mit ihren Songs über Gefühle, Liebe und Freiheit, eindrucksvoll von ihr selbst musikalisch begleitet auf der Gitarre.

Der gebürtige Brite und inzwischen in Hessen lebende Gitarrist Nick Ramshaw, hervorragend unterstützt von Christian Krauß am Piano, überzeugte durch eigene Songs und Cover mit musikalischer und stimmlicher Qualität und Kreativität.

Die Feuertheater- und Feuertanzgruppe aus Göttingen bot zum Programmabschluss am Samstagabend als Überraschung eine wunderbare und stimmungsvolle Kombination von feuriger Artistik, Tanz und visuellen Effekten.

Maxjoseph aus Bayern gestalten in der Besetzung Geige, Steirische Harmonika, Gitarre und Tuba ihre ganz eigene neue Volksmusik, bei der jazzige, klassische und weltmusikalische Anklänge nicht fehlen, und die dadurch sehr frisch daherkommt.

Erneut begeisterte der „Mann mit der Latzhose, der nicht Peter mit Vornamen und Lustig mit Nachnamen heißt“ die Besucher des Festivals. Wie jedes Jahr seit 2022 – und immer wieder sind es virtuose Stücke und tolle Erzählungen des inzwischen 86-Jährigen, der von Marius Peters auf der Gitarre begleitet wurde.

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Die Überraschung zum Abschluss des ersten Abends! Das Künstlerpaar Sarah Gros NF (Schattentanz) und Chris Kaiser (Sandmalerei) mit Martin Weinert (Bass/Klang) faszinierte mit der Kombination von Sandmalerei und Schattentanz auf ganz besondere Weise. Alle schauten gebannt zu … (Tipp zum Video: Ton ausschalten!)

Die vier Gambrini Christine Hellweg, Ulrich Joosten, Nils Schröder und Robert Maiwald sowie Gastmusiker Michael Rick nahmen das Publikum am Sonntagvormittag mit politischen Liedern, keltischen Folksongs und einfühlsamen Balladen oder Instrumentalstücken mit auf eine musikalische Reise durch die Jahrhunderte.

Auch er gehört quasi zum Inventar des Festivals, ist er doch seit Jahren dort und springt immer wieder ein, wenn ein Programmpunkt ausfällt – oder wird von den Veranstaltenden einfach so eingeschoben. Dann spielt er meist gemeinsam mit Dirko Juchem, wie auch in diesem Jahr.

Artistin Ida Cramer und Schauspielerin Sara Spennemann verbinden (Trapez-)Artistik, Schauspiel und Dokumentation. Mit dem „Paula-Busch-Abend“ erzählten sie auf wunderbare Weise die Geschichte von Paula Busch, der Tochter des Gründers des berühmten Circus Busch. In märchenhafter Atmosphäre entstand eine echte Zirkuswelt vor Augen.

Die Swingtänzerin aus Frankfurt präsentierte vor der offiziellen Eröffnung durch Lily Beck am Freitagabend das diesjährige Motto des Festivals – die goldenen 1920er – mit einer Charleston-Vorführung solo und in schönen Kostümen.

Die drei Musiker aus Ravensburg präsentierten Klassiker des Gypsy Swing und Eigenkompositionen, harmonisch auskomponiert und arrangiert mit kontrastreichen Momenten zwischen Temperament und Traurigkeit.

Die studierte Jazzsängerin und Songwriterin aus Süddeutschland und ihr musikalischer Mentor, der Bassist, Komponist und Produzent Jens Loh, präsentierten ein Programm, das von verschiedenen Kulturen beeinflusst war. Diesmal war es mit den „Cairo Diaries“ die ägyptische Kultur, die programmatisch prägend war.

Elzi ist der Preis, der jährlich in normalerweise zwei Kategorien beim Festival an einen Künstler, eine Künstlerin oder eine Künstlergruppe verlost wird. In diesem Jahr waren es ausnahmsweise drei Geehrte: Salto Luminale (Bereich Theater/Darstellende Künste), Isabelle Wolff (Bereich Musik), Isabel Arnold (Sonderpreis für die Grafikerin des Festivals). Das gut beschirmte, übergroße Exemplar auf dem Foto wurde von Jaques Tilly gestaltet und wird in Ehren gehalten.

Die Schauspielerin und Sprecherin präsentierte ihr erstes Soloprogramm „The Hot Years – Willkommen in der Menopause“. Dabei berichtete sie in einem Mix aus eigenen Lebenserfahrungen, Comedy und Theater von den Höhen und Tiefen, durch die eine Frau in den Wechseljahren geht.

Stephan Maria ist Sänger und Percussionist der lebhaften Band Menino, die mit der Verschmelzung von europäischem Pop und Jazz mit brasilianischen Rhythmen das Publikum auf die Tanzfüße holte. World Beat und Brazil-Kultur gepaart mit Songs in Portugiesisch, Englisch und manchmal auch Deutsch.

Stay Tuned präsentierten Pop- und Soulsongs, aber auch gefühlvolle Balladen in eigenen jazzig-feinfühligen Interpretationen. Olivia Seck (Gesang), Nikolaus Sundhaußen (Klavier) und Gerald Michel am Bass sorgten für gute Stimmung bei den Gästen.

Giuseppina Galloro und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Charleston-Workshops präsentierten, was sie am Vormittag binnen knapp zwei Stunden erarbeitet hatten. Spaß hatten sie dabei auf jeden Fall, und das Ergebnis nach so kurzer Zeit war sehenswert.

Drei exzellente Musiker und Komödianten aus den Niederlanden mit einem Repertoire aus Rhythm & Blues der Vierziger und Fünfziger sowie Eigenkompositionen. Musikalische und gesangliche Höchstleistung gepaart mit Slapstick und Comedy. Weder Publikum noch Musiker wurden verschont, alle amüsierten sich aufs Köstlichste.

Erwachsene und Kinder konnten bei einem Zirkusworkshop Jonglieren, Einradfahren oder auch artistische Einlagen einstudieren. Nicht selten sah man einen Supermann auf den Füßen eines Artisten fliegen.

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